Im Porträt: das Storchendorf Rühstädt in Brandenburg

Rühstädt
Rühstädt, das Storchendorf zum Miterleben | Foto: © Stephanie Albert / adobe stock

Rühstädt ist ein reicher Ort – reich nicht etwa an Einwohnern, sondern an Störchen. Diesen Umstand belohnte die Stiftung EuroNatur im Jahr 1996 mit der Auszeichnung „Europäisches Storchendorf“. Seither feiern die Rühstädter alljährlich das „Storchenfest“. Was Rühstädt als Storchendorf sonst zu bieten hat, hier im Stadtblogozin.

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Rühstädt im Überblick

  • Lage: Rühstädt liegt in der Prignitz nordwestlich von Brandenburg. Der Ort befindet sich zwischen Havelberg und Wittenberge direkt am Elberadweg.
  • Erste urkundliche Erwähnung:1384
  • Gemeinde Rühstädt: Gemeindeverband, mit den Orten:
    • Abbendorf
    • Bälow
    • Gnevsdorf
    • Rühstädt
  • Nahe gelegene Städte und deren Entfernung zu Rühstädt:
    • Wittenberge – 12 km
    • Stendal – 40 km
    • Berlin – 130 km
    • Hamburg – 160 km
  • Einwohnerzahl: 454 (Stand 30.04.2023)
  • Bevölkerungsdichte: 16 Einwohner pro km²
  • Touristenunterkünfte: Hotels, Ferienwohnungen, private Unterkünfte
  • Besonderheit: seit 1996 „Europäisches Storchendorf“
  • Sehenswürdigkeiten:
    • Gnevsdorfer Nottaufkapelle
    • Ortsteil Abbendorf
    • Zusammenschluss von Elbe und Havel
    • barockes Schloss mit Schlossdorf
    • NABU-Besucherzentrum Rühstädt, Störche auf den Dächern
    • Storchenfest Ende Juli
    • alter Ortskern
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Was gibt es im Storchendorf Rühstädt zu sehen?

Zunächst gibt es im Storchendorf Rühstädt im Landkreis Prignitz eines zu sehen: Störche. Auf den Dächern des Ortes nisten pro Jahr zwischen 30 und 40 Storchenpaare.

Schutzmaßnahmen verschiedener Organisationen wie die des Naturschutzbundes Deutschlands sowie das unterstützende Engagement der Rühstädter Bürger führten dazu, dass sich die Bestände der einst gefährdeten Vögel erhöhten. Dennoch stehen sie auf der Vormerkliste.

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Störche in der Elbtalaue
  • Dziewiaty, Krista (Autor)

Das NABU-Besucherzentrum Rühstädt

Vogelfreunde schätzen ihre elegante und würdevolle Erscheinung. Kinder erkennen sie an dem langen Schnabel und den für Vögel ungewöhnlich langen Beinen. Wissbegierige erkundigen sich im Storchenhaus des Rühstädter Storchenklubs und im:

NABU-Besucherzentrum Rühstädt

Neuhaus 9

19322 Rühstädt

E-Mail: info@nabu-ruehstaedt.de

Eine Videokamera, gerichtet auf das Nest weit oben auf dem Schornstein des Besucherzentrums, zeigt Besuchern, was die jungen und alten Adebare in ihren Nestern treiben.

Seit 2023 informieren sich Besucher in der Ausstellung „Störche der Welt“ über Meister Adebar und seine 18 Verwandten. Auch außerhalb der Ausstellung wird es im Besucherzentrum Rühstädt nicht langweilig. Gästen bietet der NABU an, an Workshops, Ferienprogrammen, Dialagforen, Exkursionen und Vorträgen teilzunehmen. Übrigens ist der Eintritt für NABU-Mitglieder frei.

Bei der Fahrradtour Adebar erfahren Teilnehmer, wo und wie die als „Weltenbummler“ bezeichneten Weißstörche ihre Nahrung finden und beobachten die Vögel dabei.

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Der Rühstädter Storchenfeierabend – Erlebnisführung

Störche im Storchendorf zu beobachten, gelingt bei einer Erlebnisführung durch Rühstädt, geleitet von der Naturwacht Rühstädt sowie dem Storchenklub der Gemeinde.

Zunächst treffen sich interessierte Storchenfreunde für einen im Teilnehmerpreis enthaltenen Imbiss in der:

Gaststätte „Zum Storchenhof“

Dorfstraße 11

19322 Rühstädt

Dieses befindet sich 200 Meter vom Schlosshotel Rühstädt Garni entfernt. Nach der Stärkung geht es weiter zum Beobachtungspunkt am alten Speicher. Vom „Walter Fritze Storchenblick“ aus sehen Teilnehmer zu, wie die Störche ihre Jungen füttern. Oder sie beobachten den spätabendlichen Einflug der Adebare in ihre Nester, begrüßt vom Geklapper ihrer Jungen. Die Führung dauert 2 Stunden.

Abbendorf am Elbradweg

Radler, die auf dem Elberadweg zwischen Wittenberge und Havelberg unterwegs sind, machen Halt im idyllischen Rühstädter Ortsteil Abbendorf. Der am „Gnevsdorfer Vorfluter“ (Havel) gelegene Ort ist mit seinem Bootsanleger Ausflugsziel von Badegästen und ein berühmtes Anglerdorf.

Die katholische Kirche des Dorfes gehört seit etwa dem Jahr 1400 zum Dorfbild. Jedoch fiel die vermutlich hölzerne Bauwerk um 1500 einem Feuer zum Opfer. An dessen statt entstand um 1600 ein Backsteinbau im gotischen Stil mit flach eingedecktem Schiff. Wenige Jahre später – im 30-jährigen Krieg – wurde die Kirche abermals zerstört und auch geplündert. Ihre Glocke verlor sie an v. Saldern, der diese zur Schuldenbegleichung raubte.

Die heutige Gestalt des Kirchenschiffes erhielt sie im Jahr 1662. 1736 folgte der Neubau eines Kirchenturmes. 1972 vernichtete ein Sturm eine Kirchturmspitze sowie Dokumente. Die Abbendorfer Kirche blieb dem Ort aufgrund von Baumaßnahmen, durchgeführt in den Jahren 1996-2002, erhalten.

Die Nottaufkapelle in Gnevsdorf

Die Nottaufkapelle befindet sich im Rühstädter Ortsteil Gnevsdorf. Die Kapelle stiftete die Frau des Feldmarschalls von Grumbkow im Jahr 1722 nach einem Unglück. Ein Gnevsdorfer Säugling holte sich eine Lungenzündung, als er im Winter in Rühstädt seine Taufe erhielt. Fortan konnten die Bürger ihre Kinder in der Kapelle taufen lassen und ihre Hochzeiten feiern.

Das Bauwerk bestand aus mit Lehm ausgefachtem Fachwerk und einem Strohdach. Im Jahr 1993 fand eine komplette Rekonstruktion statt.

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Erholung im Schlosshotel und dem Schlosspark

Im Jahr 1782 erbaute die Familie von Jagow im Rühstädt auf dem Fundament des 1780 abgebrannten Vorgängerschlosses ein Rokokoschloss. Das abgebrannte Gebäude gehörte dem Uradelsgeschlecht von Quitzow. Familie Jagow besaß das neue Schloss bis zum Jahr 1945. Seit 2002 befindet sich im Schloss ein Wellnesshotel.

Hinter dem Hotel befindet sich noch immer der Schlosspark dessen sehr alte Bäume erhalten blieben. Direkt hinter dem Park liegt die Elbe, an deren Ufern sich Besucher des Ortes bei einem Spaziergang erholen. Andere zieht es aufs Rad für eine Fahrradtour auf dem Elberadweg.

Gegenüber de, Schlosshotel steht die von der Familie Quitzow geprägte spätgotische Kirche aus dem 15. Jahrhundert. 1772 erhielt diese barocke Elemente und 11 Jahre später einen massiven Turm.

Ausflugstipp: Ein Riesenspaß für die Familie mit Kindern ab 6 Jahren ist die von Rühstädt 36 Kilometer entfernte Sommerrodelbahn in Groß Woltersdorf.

Wie kommen Besucher ins Storchendorf Rühstädt

Mit der Bahn ins Storchendorf

Urlauber, die dem Stress des Autofahrens entgehen möchten, nehmen die Bahn und fahren von ihrem Wohnort aus bis Berlin. Dort steigen sie um in den Regionalexpress 4 und genießen die Fahrt über Wittenberge/Wismar, bis sie in Bad Wilsnack ankommen. Von dort aus bringt sie ein Taxi oder die Buslinie 960 in die Gemeinde Rühstädt.

Mit dem Pkw nach Rühstädt

Von Hannover aus:

  • über die A 2 und die A 39 bis Wolfsburg fahren
  •  der B 248 bis nach Salzwedel folgen
  • weiter über die B 190 Seehausen fahren
  • der B 189 bis nach Wittenberge folgen
  • Richtung Bad Wilsnack fahren
  • weiter über Klein Lüben und Rühstädts Gemeindeteil Bälow fahren und anschließend bis zum Zielort Rühstädt

Mit dem Auto fahren Urlauber aus Hamburg kommend über die A 24 in Richtung Berlin. Sie nehmen die Ausfahrt Ludwigslust und fahren über Perleberg zum Kurort Bad Wilsnack. Anschließend folgen sie der Straße in Richtung Havelberg bis nach Legde. Biegen die Autofahrer rechts ab, gelangen sie über Abbendorf nach Gnevsdorf und von dort aus nach Rühstädt.

Besucher Rühstädts, die aus Berlin kommen, begeben sich ebenfalls mit ihrem Auto auf die A 24 und fahren Richtung Hamburg. An der Ausfahrt Neuruppin verlassen sie diese und folgen der B 5 Richtung Havelberg bis nach Legde. Hier wieder rechts abbiegen und über Abbendorf und Gnevsdorf nach Rühstädt fahren.

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  • HOCHWERTIGE MATERIALIEN - AUFWENDIGE VERARBEITUNG - Das Windspiel wird aus laminiertem Segeltuch und bruchfesten Fiberglasstäben handgefertigt. Die einzelnen Elemente sind mit starkem Polyestergarn vernäht. Die Lagerelemente und Verbinder bestehen aus abriebfesten Kunststoffen.
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Fazit:

Ein Besuch des einwohnerarmen Ortes Rühstädt in der Prignitz ein lohnendes touristisches Ziel. Denn an diesem Ort macht es sich eine Vielzahl an Störchen vom Frühling bis zum August auf den Dächern bequem und zieht ihre Jungen auf. Nahrung finden sie in den Feuchttalwiesen der Elbtalaue.

Titelfoto: © Stephanie Albert / adobe stock

Verfasst von hajo